The Brain at Rest:

Warum Nichtstun kein Luxus ist – Teil 1

Joseph Jebelli hat ein Buch für unsere Zeit geschrieben, eins, das nicht nur aus psychologischer Sicht zeigt, was viele von uns längst spüren: Work-Life-Balance ist keine Lifestyle-Entscheidung, sondern eine physiologische Notwendigkeit, die uns hilft, gesund und leistungsfähig zu bleiben – bis ins hohe Alter.


Als Neurowissenschaftler beleuchtet Jebelli in The Brain at Rest: Why Doing Nothing Can Change Your Life die erstaunliche Erkenntnis, dass unser Gehirn in Ruhephasen besonders aktiv ist – und zwar in Bereichen, die für Kreativität, Selbstreflexion und langfristige psychische Gesundheit essenziell sind.

Seine Botschaft ist klar: "Wage den Müßiggang. Dein Gehirn wird es dir danken." – "Dare to be idle. Your brain will thank you in the end."

In diesem und einem weiteren Blogartikel stelle ich Ihnen inhaltlich und sprachlich interessante Passagen des Buches vor. Sie liefern wertvolle Impulse, mit denen Sie sich und Ihre KlientInnen auf dem Weg zu einer besseren Balance stärken. Und ganz nebenbei erweitern Sie Ihren englischen Wortschatz in der Psychoedukation.

Gleichzeitig habe ich eine kleine sprachliche Challenge für Sie: Der Text enthält Lücken. Finden Sie die passenden Wörter aus der Liste unten?

🫧 Mind Wandering

Die Gedanken schweifen lassen

  1. Research over the past fifteen years has found that mind wandering is surprisingly beneficial. Letting your thoughts wander can "........................... your intelligence, creativity, social empathy and emotional processing". 🌿

  2. "It’s a classic example of what’s called the ‘...........................’ " – when we temporarily step away from a demanding task, new ideas have the space to emerge. Distance and diversion (Ablenkung) can open the door to fresh perspectives and unexpected solutions. ✨

  3. "Because when we take a break from focused work, the default network of our brain (das Ruhenetzwerk) is freed from the ........................... of task-oriented thinking." The mind can make new connections, look at problems from different angles and generate insights that seem to come out of the blue.

  4. Try positive constructive daydreaming. For instance, you might picture yourself a year from now, living a life that feels meaningful and aligned (stimmig). "This intentional kind of mind wandering, as opposed to the unintentional kind we often ..........................., may provide even more protection from stress and anxiety – and this is especially true if we find what we’re thinking about particularly interesting." 😌💭


🌳 Spending Time in Nature

Zeit in der Natur verbringen

  1. "Nature prompts (sorgt für) moments of ..........................., creative thinking and deep reflection – moments that are essential for our default network and psychological health." 

  2. "The reason is that nature ........................... soft fascinations (sanfte Reize)" – things that draw us in without effort or strain. Soft fascinations, such as leaves rustling in the wind or sunlight filtering through the branches of a tree, give the mind space to rest and reset. 🍃

  3. "In fact, a recent study at Stanford University found that forest bathing is an effective tool to ........................... overthinking, thereby alleviating anxiety and negativity; instead, it encourages a more optimistic mindset, helping us to see challenges in a more positive light."

  4. Walking strengthens the brain by building grey matter in areas that support learning and memory. "It ........................... levels of the ‘feel-good’ neurotransmitters dopamine and serotonin, which lower stress and improve our mood." 🚶‍♀️

  5. Even short periods outdoors can make a difference. Ten to twenty minutes a day is a good starting point. "Walk slowly through the forest. This isn’t a hike or jog; it’s a leisurely ............................" Choose a pace that gives you time to notice your surroundings and feel connected to them. 👣


  • raises
  • curb
  • stroll
  • introspection
  • slip into
  • abounds with (ist reich an)
  • incubation effect
  • enhance
  • constraints


Reference
Dr. Joseph Jebelli (2025): The Brain at Rest: The Life-Changing Science of Doing Nothing, Kindle-Ausgabe, Transworld Digital

Lösungen

Kleine Pausen, große Wirkung

Zu wissen, dass unser Gehirn gerade in Ruhephasen auf Hochtouren arbeitet, ist eine immense Ermutigung – für mich persönlich und vielleicht auch für Sie und Ihre KlientInnen.

Es ist die Einladung, die ich brauchte, um den Müßiggang in meinem Alltag willkommen zu heißen und mit Freude zu pflegen. Manchmal bedeutet das, den Blick auf meinen Pflanzen ruhen zu lassen oder aus dem Fenster zu schauen und die Katzen der Nachbarn zu beobachten. 🐈

Dies war Teil 1 dieses spannenden Themas. Im zweiten Teil schauen wir zusammen mit Jebelli auf drei weitere Strategien, die unser Gehirn beim Konsolidieren und Verknüpfen unterstützen: Alleinsein, Schlaf und sanfte Bewegung. Dabei werden Sie übrigens etwas Erstaunliches über Roger Federer erfahren.

Bleiben Sie neugierig – und gönnen Sie sich Momente des inneren Leerlaufs. Vielleicht mit einem Blick auf Ihre Lieblingspflanze oder die Stuckdecke Ihrer Wohnung. 🪴🎈

Ihre Nadine Seiler

Februar 2026

Der Workshop: Psychosoziale Beratung auf Englisch

Möchten Sie lernen, wie Sie Ihre Kommunikation auf Englisch noch sicherer, natürlicher und wirkungsvoller gestalten? Dann schauen Sie gern in meine Sprachkurse für psychosoziale Fachkräfte – online, praxisnah und mit viel Raum für Fragen und Austausch.

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Nadine Seiler bietet Sprachkurse für psychosoziale und psychologische Berater und Coaches an.

Nadine Seiler

Ich bin Sprachtrainerin für die psychosoziale Beratung auf Englisch sowie Herausgeberin und Autorin von Sprachführern zur professionellen Beratung auf Englisch, u.a. "Helfende Gespräche auf Englisch. Der umfassende Sprachführer für psychosoziale und pädagogische Arbeitsfelder".