Worte wie Balsam
Selbstfürsorge auf Englisch für psychosoziale BeraterInnen
Vielleicht kennen Sie das: Der Urlaub steht vor der Tür und Sie freuen sich darauf. Sie verreisen, entdecken neue Orte – oder suchen die Ruhe zu Hause oder in Ihrer Heimatregion.
Doch das Loslassen fällt manchmal schwer. Es gibt so viel zu tun und manche von uns spüren ein schlechtes Gewissen. Habe ich genug getan? Was ist mit der Klientin, die gerade in der Krise steckt? Waren die letzten Gespräche hilfreich? Hätte ich anders handeln sollen? Und dann sind da noch all die anderen Aufgaben – die unbeantworteten E-Mails, der fällige Zwischenbericht und die Übergabe an die Kollegin.
Oft belasten wir uns mit hohen Ansprüchen an uns selbst – wir hadern mit dem, was wir schaffen, und blicken kritisch auf die Qualität unserer Arbeit. Und immer wieder begegne ich Fachkräften, die versuchen, strukturelle Defizite – wie chronische Personalengpässe – durch den eigenen Einsatz wieder wettzumachen.
Unsere inneren Monologe sind mitunter streng, und das Mitgefühl, das wir anderen gern entgegenbringen – wir schenken es uns selbst oft nicht.
Passend zur Ferienzeit möchte ich einige Impulse mit Ihnen teilen – Impulse, die mir persönlich immer wieder geholfen haben, den Blick zu weiten und innere Monologe sanft und mitfühlend zu gestalten. Vielleicht ist eine Anregung für Sie dabei, die Sie bestärkt, sich besser abzugrenzen und mit größerer Gelassenheit und Leichtigkeit in die Ferien zu gehen.
Now is the time to be gentle with yourself.
Kleine Anker – Worte, die gut tun
🌿 Enough doesn’t mean perfect. It means I brought my care, my focus and my time – and that is valuable.
Was ich gebe, darf unvollkommen sein – und trotzdem ist meine Arbeit wertvoll.
Eine wunderbare Erinnerung an die Ressourcen, die Sie mit Ihren KlientInnen teilen, an guten und nicht so guten Tagen: Ihr aufrichtiges Interesse und Ihre Anteilnahme, Ihre Zugewandtheit und Zeit.
🌱 As I step back, I make room – for insight, agency and quiet unfolding.
Indem ich einen Schritt zurücktrete, schaffe ich Raum – für neue Einsichten, Selbstwirksamkeit und leises, inneres Wachsen.
Der Abstand schafft Raum für Entwicklung – nicht nur für Sie, sondern auch und ganz besonders für Ihre KlientInnen.
👣 What I model matters. If I want clients to respect their limits, I must respect mine.
Was ich vorlebe, ist bedeutsam. Selbstfürsorge ist kein Rückzug – sie ist ein Vorbild und Anregung für meine KlientInnen.
Sie können auch sagen:
By resting, I model what I wish for my clients: balance and self-care.
⚖️ This pause is not a luxury. It’s part of my professional practice.
Diese Pause ist kein Luxus. Sie ist Teil meines professionellen Handelns.
Die Sätze unterstreichen: Arbeit und Erholung sind zwei Seiten derselben Medaille. Sie tun, was richtig und wichtig ist, um Ihre Ressourcen zu stärken und mit neuer Energie zu Ihren KlientInnen zurückzukehren. Sie beherzigen genau das, wozu Sie auch Ihren KollegInnen raten würden.
Letting go
Manches darf jetzt warten. Und manches darf ganz losgelassen werden. Was bleibt, ist Zeit – für sich selbst, für Freude, für kleine Pausen im Sein. Hier ein paar Sätze, die Sie dabei begleiten können:
I give myself permission to pause, play and just be.🎈
I deserve ease and simplicity.
And finally:
This is my season of softness. 🌸
Ich grüße Sie herzlich und wünsche Ihnen erholsame Ferientage.
Ihre Nadine Seiler
Juli 2025
Der Workshop: Psychosoziale Beratung auf Englisch
Möchten Sie lernen, wie Sie Ihre Kommunikation auf Englisch noch sicherer, natürlicher und wirkungsvoller gestalten? Dann schauen Sie gern in meine Sprachkurse für psychosoziale Fachkräfte – online, praxisnah und mit viel Raum für Fragen, Austausch und Entwicklung.
Nadine Seiler
Ich bin Sprachtrainerin für die psychosoziale Beratung auf Englisch sowie Herausgeberin und Autorin von Sprachführern zur professionellen Beratung auf Englisch, u.a. "Helfende Gespräche auf Englisch. Der umfassende Sprachführer für psychosoziale und pädagogische Arbeitsfelder".